Matthäus-Evangelium Kapitel 14

 

Jesus und der sinkende Petrus


Jesus bat seine Jünger
, in ein Boot zu steigen und über den See zu fahren. Denn er wollte sich noch von den Menschen verabschieden.


Als er die Menschen dann hatte gehen lassen, stieg er allein auf einen Berg, um zu beten. Den ganzen Abend war er dort alleine.


Das Boot hatte sich schon weit vom Land entfernt und kam in Not durch die Wellen; denn der Wind wehte von vorne.

 

In der vierten Nachtwache kam Jesus
zu ihnen und ging auf dem See. Als ihn die Jünger auf dem See gehen sahen, erschraken sie und riefen: »Es ist ein
Gespenst!« und schrien vor Angst.


Jesus aber redete mit ihnen und sprach: »Seid getrost, ich bin's. F
ürchtet euch nicht!« Petrus antwortete ihm: »Herr,
bist du es, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf dem Wasser.« Jesus sagte zu ihm: »Komm her!« Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf
Jesus zu.


Als er aber den starken Wind spürte, erschrak er und begann zu sinken und schrie: »Herr, hilf mir!« Jesus streckte gleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: »Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?«

Und sie traten in das Boot, und der Wind
legte sich. Die aber im Boot waren, fielen vor Jesus nieder und sprachen: »Du bist wahrhaftig Gottes Sohn!«